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Pferderassen und Pferde

Pferde

Von den zahlreichen existierenden Pferderassen vertreten im Haras du Pin ca. 30 Hengste 10 verschiedene Rassen. Vier Rassen, aus der Region hervorgegangen, die daher auch „die Wiege der Rasse“ genannt wird, markieren nach wie vor sehr stark die Identität des Haras du Pin: die Pferderassen  „Percheron“,  „Englisches Vollblut“, „Französischer Traber“ und „Selle Français“.
Einige Hengste wurden aufgrund ihrer Nachkommenschaft berühmt und werden daher auch als „Top Vorfahr“ angesehen, andere wiederum werden für immer in der Anonymität bleiben.

Percheron

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Geschichte


Beginnen wir mit den „Percheron“. Ihre Geschichte beginnt mit Jean le Blanc, einer der Gründerhengste dieser Rasse. 1823 im Departement Orne geboren, stammt er direkt vom Araberhengst Gallipoly ab, der seinerzeit als persisches Pferd qualifiziert war und 1813 nach Frankreich kam. Nachdem er über weite Generationen hinweg zu den Ursprüngen der amerikanischen Percheron beigetragen hat, die heute zur Qualitätsverbesserung der Rasse herangezogen werden, findet sich sein Blut wieder bei Rubis du Chesnay, einem zeitgenössischen Zuchttier und Beispiel für den Fortbestand des Percheron im Haras du Pin. Als „Top Vorfahr“ könnten viele Hengste zitiert werden, u.a. auch „Sénateur“. Geboren 1962 als Sohn von Négateur  und Marinette, die von Evêché abstammt, hat dieser Hengst seine Karriere im Haras du Pin gemacht; er taucht in zahlreichen Stammbäumen von Hengsten und Zuchtstuten auf.

 

Die Rasse


Herkunft.
Der Ursprung des Percheron reicht weit zurück. Er ist das Ergebnis einer Selektierung von Arbeits- und Zugpferden. Die Wiege der Rasse liegt in der Region „Perche“. Kreuzungen mit Araberhengsten im 19. Jahrhundert führten zu diesem Ergebnis:
„Der Percheron ist ein Araberpferd, das sich  aufgrund des Klimas und der schweren Arbeit, zu der es im Laufe der Jahrhunderte herangezogen wurde, zu einer muskulösen und massigen  Rasse entwickelt hat.“
Er ist sehr vielseitig (Kutschenpferd, Einsatz in der Landwirtschaft, Gespannpferd) und von ausgeglichenem Temperament. Seine Gangart ist energisch und ausdauernd, was ihn von anderen Zugpferden unterscheidet.
Größe: 1,55 – 1,85 m Stockmass. Copyright GRAHAL

Der Nationalhengst unter den Percheron: Navaro du Bourguerin

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Grauer Percheron, geboren 2001. Er wiegt ca. 900 kg. Ein gutes Gespannpferd.
Für technische Daten klicken Sie hier.

Weitere Informationen über die Rasse der Percheron, zusammengestellt von den Nationalgestüten.


Etalon PROMETHEE DU MOULIN/copyright HN

Englisches Vollblut

etalon pur sang, Policy Maker

Geschichte

Die ersten Vollblüter kamen Anfang des 19. Jahrhunderts aus England, Tigris und Dio wurden im Rahmen einer Einkaufsdelegation der Nationalgestüte nach Frankreich gebracht. Das damals von den Verantwortlichen durchgeführte Selektierungsverfahren wurde heftig kritisiert. Aber wie es häufig in der Geschichte vorkommt, brachte eine Serie von Siegen die Kritiker zum Schweigen: wie z.B. der Sieg von Agar 1835 (Tochter des Vollblüters Eastham und der Stute Danaé, selbige im Haras du Pin geboren als Tochter des Araberhengstes Massoud und der Stute Deer, die 1820 aus England importiert wurden war) auf der Pariser Pferderennbahn Champs du Mars, oder der Sieg von Corisandre 1838 und der von Eylau 1839, die alle aus dem gleichen Kreuzungsmuster hervor gegangen waren. Die Leistungen dieser „französischen“ Vollblüter haben dann unter dem herrschenden Wirtschaftsliberalismus zur Folge, dass die Fohlenzucht im Haras du Pin eingestellt wird.


Seit dieser Zeit stehen Galopprennen und Vollblüter in der Normandie unter dem Zeichen großer privater Nationalgestüte aus den Departements Orne und Calvados.

Der Haras du Pin trägt nach wie vor zur Selektierung der Hengste bei, wie z.B. Tyrol (1948-1972), Carmathen (1964-1983), Garde Royal ‚(1980-2000) oder Epervier Bleu (1 987-2002).

 


Die Rasse


Bereits im 17. – 19. Jahrhundert in England verzeichnet.
Herkunft.
Vollblüter entstanden im 17. Jahrhundert in England durch die Kreuzung von englischen Stuten mit orientalischen Hengsten.
Eigenschaften.
Vollblüter sind die schnellsten Pferde und für Galopprennen die am meisten geschätzten. Sie sind zu einem wichtigen Bestandteil für die Zucht von Rennpferden geworden und sind sehr gefragt für die Kreuzung mit zahlreichen anderen Rassen.
Grösse: 1,65 m durchschnittliches Stockmass
Copyright GRAHAL

Der Nationalhengst unter den englischen Vollblütern: Policy Maker

etalon pur sang, chevaux courses

900.000 € Siegesprämien, ein Siegverzeichnis, das selbst die Besten erblassen lässt, eine Abstammung, die Neid erweckt… Policy Maker ist ein Crack! Mit Leichtigkeit läuft er die klassischen Rennen, er bestreitet 23 Rennen zwischen 3 und 6 Jahren, wovon er 7 gewinnt und sich bei 13 platziert. Sieger beim Grand Prix in Deauville, zwei Mal Sieger beim Grand Prix in Chantilly! Vierter beim Japan Cup, zwei Mal Zweiter beim Grand Prix in Saint-Cloud und Teilnahme beim berühmten Grand Prix des Arc de Triomphe.

Er entstammt der berühmten Zucht Wildenstein, Sohn von Sadler’s Well, seine Mutter Palmeraie ist eine Schwester von Pétroleusen, Mutter von Peintre Célèbre, der den Grand Prix des Arc de Triomphe 1997 gewann. Dieser Hengst hat wie eine „Versicherung gegen alle Risiken“ durch seine Hartnäckigkeit, seine Zähigkeit, seinen Kampfgeist als auch durch seine Tauglichkeit in schwerem  Gelände beeindruckt. Für technische Daten klicken Sie hier.
Weitere Informationen über das Englische Vollblut, zusammengestellt von den Nationalgestüten.

 

Französischer Traber

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Geschichte

Seine Entwicklung verdankt die Rasse der französischen Traber, eng mit der Normandie verbunden, der Kompetenz und der Tatkraft der Züchter in der Region. Einige grosse Hengste des Haras du Pin, wie Fuschia, Intermède oder Quinio, haben ihren Teil dazu beigetragen. Hengste wie Mario und Hermès in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind zu nennen, ebenso wie Florestan, Sohn der berühmten Zuchtstute Roquépine, und durch seinen Vater zum Symbol geworden für die Kreuzung zwischen amerikanischem Vollblut und einem französischen Traber, und der heute zu den Weltbesten gehört. Nicht zu vergessen Workaholic, der seinen glücklichen Lebensabend im Haras du Pin verbringt.

Die Rasse 

Gemässigtes Klima
Seit dem 19. Jahrhundert verzeichnet.
Herkunft.
Der Traber ist das Ergebnis von in der Normandie durchgeführten Kreuzungen zwischen lokalen Halbblütern und Norfolk-Trabern aus England. Kreuzungen mit amerikanischen Trabern haben sein Tempovermögen verbessert.

Eigenschaften.
Wie sein Name schon sagt, ist der Traber auf Trabrennen spezialisiert. Er entwickelt eine grosse Widerstandsfähigkeit und Tauglichkeit für diese Wettkampfart, vor allem im Sulkyrennen.
Grösse: 1,65 m durchschnittliches Stockmass
Copyright GRAHAL

Der Nationalhengst unter den französischen Trabern: Ouragan de Celland

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Geboren 2002, Sohn von GOETMALS WOODS, dessen Preis für die Deckung bei 25.000 € liegt, Enkel von WORKAHOLIC. Er hat 6 Mal in Vincennes über alle Distanzen gewonnen. Seine Hauptstärken sind: Stammbaum, Körperbau und Geschwindigkeit (1’12 mit Gespann).
Für technische Daten klicken Sie hier.

Weitere Informationen über den Französischen Traber, zusammengestellt von den Nationalgestüten.
Foto: ONYX DU GOUTIER

 

Selle Français

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Geschichte


Unter den Sportpferden ist Furioso der berühmteste Vollblut-Hengst im Haras du Pin, der 1946 aus England importiert worden war und am 3. September 1967 infolge einer Herzattacke starb (in diesem Jahr besuchte die Königin von England den Haras du Pin). Furioso konnte auf 22 erfolgreiche Decksaisons zurückblicken und auf 550 von ihm gedeckte Zuchtstuten. Durch Kreuzung mit normannischen Zuchtstuten und durch seine männlichen Nachkommen, die über ganz Europa verstreut sind (darunter auch Mexico im Haras du Pin), ist er der Ursprung des heutigen Typus Springpferd, aus dem die Rasse „Selle Français“ entstanden ist.


Die Rasse

Gemässigtes Klima.
Seit dem 19./20. Jahrhundert verzeichnet.
Herkunft.
Die Rasse „Selle Français“ ist aus Kreuzungen zwischen englischen Vollblütern und normannischen Stuten hervor gegangen. Vor dem 2. Weltkrieg wurde sie „Anglo-Normannisches Halbblut“ genannt; erst 1958 entsteht die Bezeichnung „Selle Français“. Seitdem wurde die Rasse stetig verbessert, durch diverse Kreuzungen und durch Selektierung auf sportliche Tauglichkeit hin.
Eigenschaften.
Eines der zähesten und vielseitigsten Wettkampfpferde in Europa. Ausgezeichneter Springer und ausgestattet mit vielseitigen Fähigkeiten, glänzt er sowohl bei Vielseitigkeitsrennen als auch im Springreiten.
Grösse.
1,65 m bis 1,70 m Stockmass
Copyright GRAHAL

Der Nationalhengst unter den Selle Français: Bleu Blanc Rouge

élevage cheval Normandie, selle français

Bleu Blanc Rouge ist 20 Jahre alt und ein herrlicher Rotfuchs. Dieser Hengst wurde 2009 erworben, zum ersten Mal in Partnerschaft mit dem ADEP (Züchterverband des Haras du Pin). Er hat zahlreiche internationale Preise bei Pferderennen eingeholt, er ist 100% anglo-normannisch. Seine Stärke ist sein Stammbaum. Er selbst ist Meister und Vater von zahlreichen Meistern. Er misst 1,70 m.
Für technische Daten klicken Sie hier.

Weitere Informationen über die Rasse Selle Français, zusammengestellt von den Nationalgestüten.


Hengst BLAU BLANC ROUG
II/copyright HN

 

Andere, im Haras du Pin vertretene Rassen

spectacle chevaux Normandie

Andere, im Haras du Pin vertretene Rasen, sind: Cob normand (kräftige Ponyart), Amerikanischer Traber, Arabisches Vollblut, Anglo-Araber, Hannoveraner, Nonius, „Französische Ponys de Selle“.

 

Foto: Nationalhengst EL OUSSAL/copyright HN

Das Welsh pony : Teake it Easy
Ein anerkanntes Zuchttier, ist Teake it Easy auf internationalen Wettbewerben sehr bekannt. Er hat zwei Mal bei den Europameisterschaften im Spring- und Dressurreiten teilgenommen, was einmalig in der Geschichte ist. Von sehr schönem Körperbau, guter Gangart  und einem ausgezeichneten Charakter verkörpert er das Urbild eines Ponys für Kinder. 2008 wurde er unter den 10 besten Ponyhengsten in Europa platziert.
Für technische Daten klicken Sie hier.

Weitere Informationen über die Rasse Welsh Pony, zusammengestellt von den Nationalgestüten..

Neueste Errungenschaft: der normannische Esel

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Der normannische Esel Jeannot

Jeannot war der erste normannische Esel, den die Nationalgestüte zu Zuchtzwecken erworben haben.
Er hat drei Mal den Titel Meister seiner Rasse eingeholt.
Im 19. Jahrhundert noch stark eingesetzt im Gemüseanbau und in der Milchwirtschaft, findet der Esel heute seinen Einsatz als Gespanntier für Freizeit und Spazierfahrten.
Jeannot lebt zusammen mit seinen Eselstuten auf der Weide. Als Familienoberhaupt wacht er über seine Schützlinge und deren Nachkommen. Für technische Daten klicken Sie hier.

Weitere Informationen über die Rasse Normannischer Esel, zusammengestellt von den Nationalgestüten.


Für weitere technische Daten über die Rassen der Nationalgestüte klicken Sie hier.