Im 21. Jahrhundert organisieren sich die nationalen Gestüte, öffentliche Einrichtungen, zur Förderung der Reitbranche:
- mit technischen Zentren, um den Züchtern und Pferdehaltern lokale Dienste zu liefern,
- mit Pferdezentren, die die Organisation von Projekten „rund um das Pferd“ ermöglichen,
- mit einem Delegierten der Region, der für die Aufgaben der Nationalgestüte auf regionaler Ebene zuständig ist,
- mit Dienstleistungen auf nationaler Ebene hinsichtlich Forschung, Ausbildung und Studien…

- Dienstleistungen für die Züchter: Bereitstellung von Samen der Nationalhengste zur Deckung der Züchterstuten (meistens durch künstliche Besamung), Identifizierung der Fohlen und technische Beratung für alle Pferdehalter…
- Interne Ausbildung des Personals der Nationalgestüte und externe Ausbildung und Lehrgänge für Fachleute im Pferdebereich: Gespann, Reitsport, Sattlerei, Hufschmiede, alle Tätigkeiten im Bereich der Pferdereproduktion werden im Haras du Pin unterrichtet.
- Verstärkte Öffnung des Gestüts für Tourismus und Veranstaltungen rund ums Pferd;
- Beratungs- und Expertisenangebot zugunsten der Dienste des Staates, der Gebietskörperschaften und der Organisationen in der Pferdebranche.
So arbeiten ungefähr 100 Personen der Nationalgestüte im Haras du Pin: ca. 30 sind zuständig für die Dienstleistungen für die Züchter, weitere 30 für die Ausbildung, einige Personen im Pferdezentrum sind vollzeitbeschäftigt, und ein zwanzigköpfiges Team kümmert sich um die Unterhaltung und Logistik der gesamten Anlage. Unter den übrigen Beschäftigten im Haras du Pin ist die Verantwortliche für Pferdeforschung auf nationaler Ebene unter der Leitung der Nationalgestüte zu nennen. Der Haras du Pin beherbergt ebenfalls einen Standort des INRA (staatliches Institut für Agrarforschung) mit ca. 30 Beschäftigten sowie das für den Tourismus zuständige Team des Haras du Pin.
Haras du Pin heißt aber auch insgesamt mehr als 230 Pferde, davon ein Viertel Hengste. Seit der Entwicklung der modernen Reproduktions- und Transportmethoden von Samendosen für alle Rassen, mit Ausnahme von Rennpferden, wird heute die Mehrzahl der Hengste des Haras du Pin für künstliche Besamung gehalten. Fast 700 Stuten werden so im Haras du Pin gedeckt oder künstlich besamt und mehr als 300 andere Stuten werden durch Mitarbeiter des Haras du Pin bei den Züchtern des Departements Orne künstlich besamt (Zugpferde, unter der Leitung von lokalen Zusammenschlüssen). Aufgrund der Tatsache, dass die Normandie ein Aufzuchtsgebiet ist, kann man letztendlich festhalten, dass hier Jahr für Jahr fast 15.000 Fohlen geboren und identifiziert werden müssen.
Der Haras du Pin, mitten im wichtigsten Pferdezuchtgebiet; die Normandie produziert 40% der Rennpferde (Vollblut und Traber) und 30% der Sportpferde (Selle Français).
Das Nationalgestüt Haras du Pin ist heute nicht mehr nur ein Ort für Besichtigungen, für Veranstaltungen wie die „Donnerstage des Pin“ oder für technische Führungen, sondern ein neuer Entdeckungsparcours, verankert im 21. Jahrhundert, um ein gänzlich dem PFERD GEWIDMETEN UNTERNEHMEN kennen zu lernen.